Geschichten aus der Werkstatt | Mokume Gane | aus alt wird neu

Heute war es mal wieder soweit. Der Sammelbehälter für Edelmetallreste und -späne war mit gut 1,3 Kilo verschiedenster Edelmetalle gefüllt. In diesen gesammelten Spänen, die bei der Mokume Gane Herstellung entstehen, befinden sich anteilig die von uns verarbeiteten Materialien, Gelbgold, Rotgold, Palladium, Platin und Silber. Für die Rückgewinnung der Edelmetalle, durch chemische Trennung, beauftragen wir eine sogenannte Scheideanstalt, welche diese chemischen Prozesse unter kontrollierter Einhaltung der Umweltauflagen für uns ausführt. Vor dem Verlassen unseres Hauses, schmelzen wir die Edelmetallabfälle zu einem soliden Barren, welcher sodann von uns auf seine Inhaltsstoffe analysiert wird.

Das zerspante Mokume Gane Material wird hierfür im Schmelztiegel mittels Induktion auf rund 2000 Grad/Celsius gebracht. Unter Zugabe von legierungsförderndem Kupfer und unter vorsichtigem rühren der Schmelze, entsteht dann beim Ausgießen der Form ein sehr homogener Barren. Homogen bezieht sich hierbei auf die gleichmäßige Verteilung der Edelmetalle innerhalb des fertigen Barrens. Auf diese Weise erhält man bei der Messung der Feingehalte durch das Röntgenfluoreszensverfahren zuverlässige Werte, die dem gesamten Barren entsprechen.


Dieses Schmelzen, und vor allem das Ausgießen des 2000 Grad heißen Metalls gestaltet sich regelmäßig als nervenaufreibend, da der kleinste Fehler zu Unfällen mit verheerenden Folgen führen kann. Zur Unterstützung des gegenseitigen Vertrauens zwischen unserer Werkstatt und dem Recyclingunternehmen ist dieser Aufwand jedoch angemessen und förderlich.

 

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