Schmuck Lexikon

 

Edelmetalle

Gold:

Die in der Schmuckherstellung üblichen Goldlegierungen gehören dem Dreistoffsystem Gold/Silber/Kupfer an. Bis ins 19. Jahrhundert war es in Europa verboten Gold mit anderen Metallen zu legieren. Dies und die Gegebenheit, dass diese drei Metalle auch in der Natur miteinander vorkommen, ist der Grund dafür, dass das Dreistoffsystem Gold/Silber/Kupfer für die klassichen Schmucklegierungen verwendet werden.Farblich ergeben sich bei der Legierung Töne von sattgelb über hellgrün und lachsrosa zu silberweiß. Durch den Zusatz weiterer Metalle werden die Eigenschaften der Legierungen je nach Anforderung beeinflusst.Feingehalt der LegierungenIn Deutschland darf Schmuck und Gerät in jedem Goldfeingehalt legiert und angeboten werden. Die Stempelung des Feingehaltes ist nicht zwingend vorgeschrieben. Im Fall der Stempelung sind jedoch die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten.Nur mittels Labor lässt sich der exakte Feingehalt von Edelmetallen bestimmen. Im Alltag dient zur annähernden Bestimmung des Feingehaltes die Stichprobe.In 1000 Teilen des Gesamtgewichtes, also in Promille wird der Feingehalt einer Gold-Legierung angegeben. Andere Maße, wie z.B. Lot und Karat waren vor 1880 gebräuchlich. Der Feingehalt kann in Schmuck oder Gerät eingeprägt werden. Durch Gravur eingebrachte Feingehaltsangaben sind unzulässig. In der Regel sind bei der Schmuckherstellung durch Goldschmiede Feingehalte von 585 bis 999 üblich. Bei der Indusriellen Fertigung reicht die Spanne in der regel von 333 bis 750.

 

Silber:

Früher wurde Silber vor allem für die Herstellung von Silbermünzen verwendet, welche als Zahlungsmittel dienten. Bis 1871 waren in Deutschland Silbermünzen, oder auch Taler genannt, das herrschende Zahlungsmittel. Diese Währung war durch Silbervorräte gedeckt. Danach wurde dieser so genannte Silberstandard vom Goldstandard abgelöst. Durch die geringe Reaktivität und die hohe Wertbeständigkeit kamen diese Edelmetalle als Zahlungsmittel in Frage. Heute spielen Silbermünzen lediglich als Gedenk- und Sondermünzen eine Rolle. Des weiteren spielt  Silber neben Gold und Edelsteinen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Schmuckstücken. Auch für erlesene Essbestecke sowie Tafelsilber und kirchliche Geräte wird und wurde Silber seit Jahrhunderten verwendet.Dabei lässt sich Silber mit vielen Metallen legieren. Gold, Kupfer und Palladium gehören zu den am Besten mit Silber legierbaren Edelmetallen. Dabei kennt man die gebräuchlichsten Legierungen von 800, 835, 925 und 935 Silber. Das 925 Silber wird dabei nach der britischen Währung Pfund Sterling Silber als Sterlingsilber bezeichnet.Diese ist die wichtigste Legierung und wird für Schmuck, Korpusware und Essbestecke verwendet. Neusilber ist kein Silber, sondern eine unedle Metalllegierung aus Kupfer, Nickel und Zink, welche optisch Ähnlichkeit mit Silber hat.

Platin:

Der britische Forscher Sir William Matthew Flinders Petrie entdeckte 1895 in alt ägyptischem Schmuck kleine Mengen von Platin. Aus diesem Grund muss man davon ausgehen, dass Platin erstmals ungefähr 3000 vor Christus Verwendung fand. Heute wird metallisches Platin praktisch nicht mehr abgebaut. Bergwerke gibt es nur in Südafrika. Bei der Buntmetallerzeugung wie, von z.B. Kupfer und Nickel, fallen die Platinmetalle als Nebenprodukt der Nickelraffination an. Man kennt fünf Nebenmetalle in der Platingruppe. Rhodium, Osmium, Iridium, Palladium und Ruthenium. Diese Nebenmetalle sind Platin so Ähnlich, dass diese bei der Reingewinnung anfangs große Schwierigkeiten bereiteten. Platin ist ein korrosionsbeständiges, weiches und schmiedbares Edelmetall. Zur Herstellung hochwertiger Schmuckstücke eignet es sich außerdem wegen seiner hohen Anlaufbeständigkeit, Haltbarkeit und seiner Seltenheit. 

Palladium:

1803 von William Hyde Wollaston entdeckt, nannte er es nach dem Asteroiden Pallas. Er fand es in südafrikanischem Platinerz in Proben, die durch auflösen in Königswasser enstanden. Das metallische Palladium sowie palladiumhaltige Legierungen stammen aus dem Ural, Nord- und Südamerika, Äthiopien und Australien. Dort sind diese jedoch ausgebeutet, werden jedoch noch aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen. 40% davon stammen aus russischen Lagerstätten.Palladium reagiert, im Gegensatz zu z.B. Silber, nicht mit Sauerstoff, das heißt es läuft nicht an. Wird Palladium kalt verformt, so wie z.B. bei der Herstellung von Mokume Gane Trauringen und Schmuckstücken, steigt seine Festigkeit sowie die Härte sehr schnell an und wird dabei deutlich härter als Platin.Palladium ist viel reaktiver als das verwandte Element Platin, gehört jedoch trotzdem zu den Edelmetallen. Es löst sich in Salpetersäure auf. In Salzsäure mit Luftzutritt löst es sich langsam auf. Palladium ist im Edelmetallcharakter mit dem periodensystemisch benachbarten Silber vergleichbar. So zeigt es sich in vielen Säuren als das edlere Metall. In Salzsäure allerdings als das Unedlere.

Rhodium:

1803 wurde Rhodium von William Hyde Wollaston in einem südamerikanischen Stück Platinerz entdeckt.  Der Name Rhodium wurde von ihm nach dem griechischen rhodeos (rosenrot) ausgewählt, da viele Verbindungen mit Rhodium diese Färbung zeigten. Nachfolgend wurde das neue Metall 1820 als Spitzen von Schreibfedern in einer Rhodium-Zinn Legierung verwendet. Rhodium ist eines der seltensten nicht radioaktiven Metalle in der Erdkruste. Es kommt in Goodnews Bay in Alaska und in Stillwater, Montana vor. Unter anderem kommt es zusammen mit Platin und Gold in deren Erzen vor. Die Rhodiumgewinnung ist wie allgemein die Gewinnung der Platinmetalle extrem aufwendig. Diese lassen sich aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit nur sehr schwer voneinander extrahieren. Neben dem wichtigsten Anwendungsbereich, der Katalysatorherstellung, wird Rhodium in der Schmuckindustrie zur Veredelung von Oberflächen eingesetzt. Hier übernimmt es die Aufgabe eines Anlaufschutzes vor allem bei Silber und Weißgoldlegierungen.

Iridium:

1803 wurde Iridium in London von Smithson Tennant gemeinsam mit Osmium entdeckt. Beide Metalle fanden sich schwarzen Rückständen nach der Auflösung von Rohplatin mittels Königswasser. Seine Farbenvielfalt verlieh Iridium seinen Namen. Aufgrund großer Härte und Spröde kann Iridium nur sehr schwer bearbeitet werden. Metallen, denen es an Härte und Sprödigkeit fehlt, werden oft mit Iridium legiert. Neben Legierungen für den Maschinenbau, Medizin und für Präzisionsmessungen,  wird es auch in Legierungen der Schmuckindustrie verwendet. Schmuckstücke die starken Beanspruchungen ausgesetzt sind werden z.B. in einer Platin-Iridium Legierung hergestellt. (Mechaniken und Federn, Trauringe)

Rotgold:

Rotgold ist eine Goldlegierung, bestehend aus Feingold, Kupfer und gegebenenfalls etwas Silber, um die mechanische Verarbeitbarkeit zu verbessern. Der relativ hohe Kupferanteil, der deutlich über dem des Silbers liegt, ist für die namensgebende „rote“ Färbung und Härte des Materials verantwortlich. Der Farbton ist kupferähnlich.Regional sind bestimmte Goldfarbtönungen beliebt; so akzeptiert der Osten und Süden Europas doch eher die dunkleren und farbstarken rötlicheren Goldlegierungen. Umgangssprachlich wurde Rotgold in der DDR auch als Russengold bezeichnet; teilweise ist in Süddeutschland auch heute noch der Begriff Türkengold gebräuchlich.Anmerkung zum „Russengold“: Dieses Gold hat den ungebräuchlichen Feingehalt von 583 und ist daran sehr gut zu erkennen. Die Färbung ist auch etwas heller als bei heutigem Rotgold.

Weißgold:

Diese fast farblosen Werkstoffe wurden in den Jahren 1912/13 als kostengünstiger und punzierfähiger Platinersatz für Schmuckzwecke in Pforzheim entwickelt und werbewirksam als Weißgold eingeführt. Im frankophonen Sprachraum sind diese Werkstoffe treffender als „or gris“, Graugold bekannt. Ziel war ein gut zu verarbeitendes, anlaufbeständiges Material, in dem farblose Brillanten hervorragend ihre Wirkung zeigen konnten. Bis dato war man auf Silber, das leider nachdunkelt, oder eben Platin und das etwas dunklere und leichtere Palladium angewiesen. Folgerichtig existieren auch vor dieser Zeit keine Schmuckstücke mit Weißgold. Weißgold als Sammelbegriff bezeichnet Goldlegierungen, die durch Beimischung deutlich entfärbender Zusatzmetalle eine weiß-blassgetönte Goldlegierung ergeben. Als Legierungszusätze werden hauptsächlich das Platinnebenmetall Palladium, (früher sehr häufig) Nickel oder bei niedrigen Goldgehalten Silber verwendet. Die Entfärbung des von Natur aus gelben Goldes tritt kontinuierlich ein und setzt eine gewisse Menge des entfärbenden Zusatzes voraus; der Rest, der dann noch bis zum berechneten Gesamtvolumen fehlt, wird oft aus Kupfer/Silber gestellt.

Grüngold:

Grüngold ist eine grünlichgelbe Goldlegierung ohne Kupferzusatz. Die Farbe entsteht durch Annäherung an das Atomverhältnis Gold:Silber 1:1, was im optimalen Fall einem Goldanteil von 646 entspricht, bei dem der deutlichste Grünton auftritt. Da in diesem Falle der Silberanteil schon über 40 % beträgt, ist der Farbton relativ hell. Bis zu einem Drittel des Silbers lässt sich durch Cadmium ersetzen, was den Grünton intensiviert, die günstigen Anlaufeigenschaften und die Schmelztemperatur allerdings reduziert. Die Legierungen sind sehr weich und wenig farbstark. Grüngold wird selten verwendet, üblicherweise z. B. zur Darstellung von Laubblättern oder ähnlichem.

Gelbgold:

Dabei handelt es sich um eine dem Feingold ähnelnde gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber und Kupfer. Das Verhältnis beeinflusst die Farbe. Mit abnehmendem Goldgehalt reduziert sich auch die Tiefe des Gelbtons sehr schnell. Üblicherweise ist das Verhältnis der dem Gold zugesetzten Metalle untereinander ca. 1:1; die Tönungen und Farbintensität können stufenlos und beliebig gewählt werden. Die Farbe reicht von hellgelb mit deutlichem Silberanteil bis zu gelborange mit dem umgekehrten Verhältnis zum Kupferzusatz. Gelbgold ist durch ihren hohen Erkennungswert weltweit mit Abstand die beliebteste Goldfarbe.

 

Edelsteine

Achat:

Der Achat hat unter den Edelsteinen eine Sonderstellung, auf der einen Seite, dass er einer einzigartigen Industrie mit dem Zentrum in Idar-Oberstein seinen Namen gegeben hat, anderseits ist er einer der wenigen Edelsteine die nicht nur zu Schmuckzwecken verwendet werden sondern es es werden auch Schalen, Griffe von Brieföffnern, Messern und Gabeln aus ihm gefertigt. Den Achat gibt es in vielen Variationen. Bei der Entstehung des Achats bilden sich einzelne Bandlagen, diese Bänder können verschiedenfarbig sein. Die Farben des Achats reichen von zart bis kräftig besonders von rosa über rot bis hin zu bräunlich. Diese Achate wurden früher hauptsächlich in Deutschland im Raum Idar-Oberstein gefunden. Diese Achate waren nicht färbbar, der Abbau wurde eingestellt. Die Achate die in Südamerika gefunden werden haben meist eine unansehentliche graue Farbe ohne Zeichnung. Um diesen Steinen ihre Schönheit zu geben werden sie gefärbt. Im vorderen Orient wurde der Achat schon vor 3000 Jahren zu Ringen, Gefäßen und Gemmen verarbeitet. Heute wird der Achat eher zu Dekozwecke wie Achateier oder zum Verzieren der Deckel von kleinen Dosen verwendet. Für Schmuckzwecke wird meistens als Lagen für die Herstellung von Gemmen benutzt.

Amethyst:

Er hat seinen Namen aus dem griechischen und bedeutet „dem Rausch entgegenwirkend, so galt er im Altertum als Schutz gegen Trunkenheit. Aus der Gruppe der Quarz ist der Amethyst am begehrtesten. Die Farbe des Amethysten reicht von einem zarten leichten fast schon ins rosa gehend violett bis hin zu einem sehr kräftigen dunklen violett. Am begehrtesten und teuersten sind die dunklen violetten Steine. Brennt man den Amethysten bei Temperaturen zwischen 470 und 750°C erhält man hellgelbe, rotbraune, grüne oder farblose Varianten. Schon Tageslicht kann bei manchen Amethysten zu einen Farbverlust bis fast zur Farblosigkeit führen. Die ursprüngliche Farbe ist aber durch Radiumstrahlung wieder herstellbar. Aus diesem Grund sollte man einen Amethyst nicht beim Sonnen baden tragen. Hauptsächlich findet man den Amethyst unter anderem in Brasilien, Birma, Mexiko, Madagaskar, Sambia, Sri Lanka und Rußland.


Aquamarin:

Der Aquamarin ist ein Edelstein aus der Beryllgruppe, hat die Härte 8 nach Mohs und ist somit der zweithärteste Stein nach dem Diamant. Das Farbspektrum des Aquamarins reicht von einem lichten Blau bis zu einem kräftigen Dunkelblau. Es gibt den Aquamarin auch in einer blaugrünen Farbe, die aber nicht besonders beliebt ist. Diese Steine kann man aber durch Brennen, d.h. man erhitzt diese Steine auf 400 bis 450° C, in der Farbe auf ein schönes Blau verändern. Diese Methode findet heute sehr häufig Anwendung, Steine die diese Farbe von Anfang an haben, selten und daher sehr teuer sind. Die wichtigsten Fundorte sind Brasilien, Madagaskar, Südafrika, Ural und USA. Die schönsten Aquamarine mit dem Namen „Santa Maria“ kommen aus der gleichnamigen Mine in Brasilien und haben eine intensive klare blaue Farbe. Da die Naturkristalle lang und säulenförmig sind,schleift man Aquamarine meist lang und rechteckig. Sehr beliebte Schliffformen sind : Treppenschliff, Baguetteschliff, Pendeloque, Navette oder Ovalschliff. 1910 wurde in der brasilianischen Mine Gerais der größte Aquamarin in Edelsteinqualität gefunden. Er hatte ein Gewicht von ca. 110 kg, war 48 cm lang und hatte einen Durchmesser von ca. 40 cm. Aus diesem Stein wurden Edelsteine mit einem Gesamtgewicht von über 100.000ct (1ct = 0,2 Gramm) geschliffen.


Bergkristall:

Er wird häufig als Diamantersatz oder bei Modesschmuck verwendet. Teilweise werden tonnenschwere Bergkristalle gefunden, die aber meist von schlechter Qualität sind. Schleifwürdige Steine die in der Schmuckindustrie Verwendung finden sind relativ selten. Die bedeutesten Vorkommen des Bergkristalls sind in USA, Madagaskar, Brasilien und in den Alpen. Sein Name kommt von griechischen „krystallos“ - Eis, man hielt den Bergkristall für ewig Gefrorenes.


Bernstein:

Bernstein entstand vor bis zu 260 Millionen Jahren aus zähflüssigem Baumharz. Im Laufe der Jahre wurde daraus eine feste Substanz. Der Name Bernstein kommt aus dem niederdeutschen „börnen“ bedeutet brennen, da Bernstein brennt. Bernstein wird sehr selten in der klaren im Handel erhältlichen Qualität gefunden, man erreicht diese Klarheit durch so genanntes „Klarkochen“ in Rübsamenöl. Dadurch werden die eingeschlossenen Flüssigkeiten, Luftblasen und Pflanzenteile ausgeschwemmt und der Stein wird klar. Diese Steine werden meist zu Ketten verarbeitet. Begehrt sind aber auch Bernsteinstücke mit eingeschlossen Insekten oder größeren Pflanzenteilen. Reibt man Bernstein an einem Tuch lädt er sich elektrisch auf und zieht dann Staubteilchen oder auch Papierschnipsel an. Schon in der Antike machte man sich diese Eigenschaft zu Nutze und verwendete ein großes Bernsteinstück als Kleiderbürste. Der weltgrößte Fundort ist im ehemaligen Ostpreußen in der Nähe von Königsberg heute Kaliningrad. Auch auf dem Boden der Ostsee befinden sich große Bernsteinvorkommen. So kann man nach einem starken Sturm bei einem Strandspaziergang, beispielsweise auf der Insel Rügen, sicher den einen oder anderen Bernstein, der durch die aufgewühlte See angespült wurde, finden. Heute verarbeitet man Bernstein meist zu Ketten, Ringen, Anhänger oder Broschen


Calzedon:

Der Chalzedon benennt sowohl eine Steingruppe zu der unter anderem auch der Karneol, Jaspis, Heliotrop und der Chrysopras gehören, als auch der Stein Chalzedon. Dieser ist ein bläulich-weißgrauer Stein der seinen Name wahrscheinlich nach einer antiken Stadt am Bosporus hat. Im Unterschied zu den glasglänzenden Kristallen, wie zum Beispiel Bergkristall, ist er meist wachsglänzend oder matt. Er wird heute meist als Material für Kameen, Ringsteine, Siegelsteine und für Steinketten verwendet. Er wird schon sehr lange verarbeitet und ist deshalb auch vielfach bei Antiquitäten zu finden. Aus großen Stücken werden auch Säulen, Tischplatten und Vasen gefertigt. Man findet den Chalzedon in Brasilien, Namibia, Madagaskar oder in Indien.


Chrysopras:

Er ist der wertvollste Stein in der Chalzdongruppe. Durch seine apfelgrüne Farbe ist es ein sehr auffallender Stein, auf Hitze und Licht reagiert er sehr empfindlich. Ist er längere Zeit starkem Sonnenlicht ausgesetzt kann die Farbe verblassen. Manchmal ist die Auffrischung der Farbe durch die Lagerung in einem feuchten Tuch möglich. Der bedeutendste Fundort des Chrysopras, Frankenstein das heutige Zabkowice in Polen, ist schon seit dem 14. Jahrhundert ausgebeutet. Früher wurde der Chrysopras auch als Dekorstein in der Innenarchitektur verwendet. Man findet ihn unter anderem im Schloß Sanscouci, oder in der St. Wenzelskapelle im Veitsdom in Prag. Heute findet er Verwendung für Halsketten und als Cabochon geschliffen wird er für Ringe und Anhänger verwendet.


Citrin:

Der Citrin erhielt seine Namen durch seine gelbe Farbe, die der Zitrone gleicht. Natürlich gelbe Citrine sind relativ selten. Die meisten im Handel befindlichen Steine sind gebrannte Amethyste. Ab einer Temperatur von ca. 470° C verfärbt sich der Amethyst in ein helles gelb. Bei höheren Temperaturen wird er dann dunkelgelb bis rotbraun. Die gebrannten Citrine haben meist eine Stich ins rötliche, wogegen die natürlichen Citrine überwiegend blaßgelb sind. Häufig werden Citrine als Madeira-, Palmyra-, Rio-Grande- oder Bahiatopas bezeichnet, dies ist aber nicht statthaft, da der Topas eine höherwertiger Stein ist. Dagegen sind Farbbezeichnungen wie Madeira Palmyra zulässig, genauso wie die Bezeichnung Madeira- oder Palmyracitrin. Die schönsten Steine werden zu Anhängern, Ringen und Ohrringen verarbeitet, aus Steinen von weniger guter Qualität werden Steinketten gefertigt. Die Fundorte der naturfarbenen Citrine sind Madagaskar, Brasilien aber auch in den USA.


Diamant:

Der Diamant ist ist der härteste Edelstein, er hat die Härte 10 nach Mohs. Es gibt keine härteren Stein als den Diamanten, aus diesem Grund gilt er als nahezu unvergänglich. Seinen Namen hat er aus dem griechischen „adamas“ der Unbezwingbare. Der Diamant entsteht in sehr großer Tiefe ca. 150 – 300 km, bei sehr hohen Temperaturen und großem Druck aus Kohlenstoff. Die Kimberley -Mine war der berühmteste Fundort von Diamanten. Von 1871 – 1908 wurden dort Diamanten ohne den Einsatz von Maschinen abgebaut. So entstand das „Big Hole“. Es ist das größte Loch das je Menschenhand gegraben wurde. Es hat einen Durchmesser von 460 Metern und ist 1070 Meter tief. Heute werden in über zwanzig Ländern Diamanten abgebaut. Die bekanntesten sind unter anderen Südafrika, Namibia , Zaire, Venezuela und Russland. Schon seit Jahrhunderten wird der Diamant zu Schmuckzwecken verwendet. Wegen seines starken Glanzes , seiner Seltenheit und hohen Härte nennt man den Diamanten auch den König der Edelsteine. Der Wert eines Diamant wird international durch die „4 C's“ Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) und Carat (Gewicht) festgelegt. Je weißer ein Diamant ist und keine Einschlüsse hat, desto wertvoller ist er. Mit zunehmender gelblicher Farbe und zunehmenden Einschlüssen nimmt sein Wert ab. Einige der berühmtesten Diamanten kann man heute in den Museen der Welt bewundern. Im Grünen Gewölbe in Dresden ist der 41 ct große Diamant „Dresden“ ausgestellt. Im Tower of London findet man Cullinan I auch der Stern von Afrika genannt, er ist mit 530,20 ct de
r größte geschliffene Diamant. Er schmückt das Zepter der englischen Königsinsignien. Auch den Kohinoor 108,93 ct kann Tower in London bewundern.

 

Edelberyll:

Unter dieser Bezeichnung werden die Farbvarietäten zusammengefasst die nicht als Aquamarin oder Smaragd bezeichnet werden. Die bekanntesten unter ihnen sind der Goldberyll, Heliodor und der Morganit. Goldberyll: Die Farbe bei diesem gelben Beryll schwankt zwischen zitronengelb und goldgelb. Er zeigt selten Einschlüsse. Bei 250°C kann man diesen Stein entfärben. Die wichtigsten Fundort sind Sri Lanka und Südwestafrika. Heliodor: So wird der hellgelbgrüne Beryll bezeichnet. Der Name stammt aus dem griechischen und bedeutet das Geschenk der Sonne. 1910 wurde der Heliodor in Südwestafrika entdeckt, es waren aber schon früher gleichfarbige Steine aus Brasilien bekannt. Morganit: Der Morganit ist ein zartrosafarbener bis violetter Beryll, auch Rosaberyll genannt. Er wurde nach dem Mineraliensammler J. P. Morgan benannt. Steine mit minderer Farbqualität können durch Brennen bei über 400°C verbessert werden. Die Hauptvorkommen liegen in Brasilien, Madagaskar, Südwestafrika und Afghanistan. Die Edelberylle besitzen einen wunderbaren Glasglanz und sind unempfindlich gegen die Haushalt verwendeten Reinigungsmittel. Die häufigste Schliffform ist der Treppenschliff.


Granat:

Der Granat ist in Bezug auf sein spezifische Gewicht, Härte und Lichtbrechung sehr verschieden. Einige Varietäten tragen eigene Namen. Bekannt ist der rote Granat, der Pyrop, dessen wichtigstes Vorkommen früher in Böhmen lag. Heute kommen die wertvollsten Steine aus Südafrika (diese werden gelegentlich fälschlicher Weise als „Kaprubine“bezeichnet), Madagaskar und Australien. Dunkelrot fast violett ist der Almandin, der Hessonit geht ins braunrote. Der Rhodolith ist ein rosa bis karminroter Granat aus Südafrika und Tansania. Aus dem Ural kommt der smaragdgrüne Demantoid der sich durch seine hohe Lichtbrechung auszeichnet. Er wird in Edelsteinqualität auch im Kongo gefunden. Der Grossular war bis vor wenigen Jahren nur als undurchsichtige, stachelbeergrüner Stein bekannt. Die grüne durchsichtige Varietät, die in Tansania gefunden wird wurde zunächst als Chromgrossular bezeichnet und ist heute als Tsavorit (nach dem Tsavor-See in der Nähe seiner Fundstätte) bekannt


Jade:

In China ist Jade schon seit 8000 Jahren bekannt. Da Jade sehr zäh ist war sie früher ein begehrter Grundstoff für Waffen. Erst vor 2000 Jahren wurde Jade in China in den Götterkult einbezogen und zu mystischen Symbolen verarbeitet. Bis heute werden Buddhas aus Jade geschnitzt. Im 19 Jahrhundert stellte ein Franzose fest, dass unter dem Begriff Jade zwei verschiedene Minerale zu verstehen sind, nämlich Jadeit und Nephrit. Da die Unterscheidung dieser zwei Minerale aber relativ schwierig ist, kann dies der Grund für den Oberbegriff Jade sein. Jade wird nicht nur zu Schmuck, sondern auch sehr häufig zu Kunstgewerbegegenständen, wie Vasen und Schalen verarbeitet. Hauptsächlich findet man Jade in China, Birma, Australien und Brasilien.


Koralle:

Die Koralle entsteht durch kleine Polypen im Meer. Der Stock ist mit einem breiten Fuß auf dem Meeresboden, auf Felsen oder auf älteren Korallenstöcken angewachsen. Bei bis zu 40 cm Höhe und durchschnittlich 10 kg Gewicht, haben manche Korallenstöcke einen Stammdurchmesser von 6 cm. Die wichtigsten Korallenvorkommen liegen an den Küsten der westlichen Mittelmeerländer. Entsprechend ihrem Hauptvorkommen stammen die Farbbezeichnungen und Qualitätsbezeichnungen aus dem Italienischen. Die bekannteste Farbbezeichnung ist wohl „pelle d'angelo“ - Engelshaut. Diese Koralle ist von einer zartrosa Farbe mit zartrötlichen Flecken uns ist bei der Schmuckverarbeitung sehr beliebt. Da die Koralle sehr weich ist, ist sie empfindlich gegen Hitze und Säure, auch beim Baden oder Duschen sollte Korallenschmuck abgenommen werden. Bevor die Koralle zu Schmuckstücken verarbeitet werden kann, muss sie erst von kohlensaurem Kalk gereinigt werden, mit dem sie meist überzogen ist. Die gereinigten Korallenstöcke werden zersägt, geschliffen und poliert, Bohrungen für Stäbchenketten oder zur Befestigung an Broschen erfolgen ähnlichen wie in der Schmucksteinindustrie. Stärkere Aststücke verarbeitet man hauptsächlich zu Perlen.


Lapislazuli:

Die schönste Art des Lapislazuli ist ein undurchsichtiger Stein von einer prachtvollen, tiefblauen Farbe. Manche Steine enthalten flimmernde Eisenkiespünktchen. Je weniger dieser Einschlüsse vorhanden sind, desto wertvoller ist der Stein. Da der Lapislazuli sehr empfindlich ist es empfehlenswert einen Lapislazuliring bei der Hausarbeit abzunehmen. Der Lapsilazuli war schon im Altertum bekannt und beliebt und diente zum Schneiden von Siegelringen. Der Hauptfundort liegt im westlichen Hindukuschgebirge in Afghanistan, Sibirien und Chile.


Malachit:

Woher der Malachit seinen Namen ist nicht eindeutig, entweder vom griechischen „malache“ - Malwe für die grüne Farbe oder von „malakos – weich, wegen seiner geringen Härte. Die Besonderheit beim Malachit sind die Bänderung von hellen und dunklen Lagen zu geraden Streifen oder einer konzentrischen Ringbildung. Beim Schleifen des Malachits ist darauf zu achten, dass die natürliche Streifung möglichst gut zum Ausdruck gebracht wird. Sehr beliebt sind Malachite mit konzentrischer Ringbildung, dem Malachit-Pfauenauge. Bei den Ägyptern wurde der Malachit zu Pulver verrieben und als Lidschatten benutzt. Die größten Malachitvorkommen waren früher bei Jekatrinburg im Ural. Dort wurden Blöcke von einen Gewicht bis zu 20 Tonnen gefunden. Aus diesem Blöcken wurden Wandvertäfelungen und Einlegearbeiten für die russischen Zarenschlösser gewonnen. Heute sind vor allem Sambia und Zaire die wichtigsten Malachit-Lieferanten.


Opal:

Durch sein reizvoll irisierendes Farbenspielgehört der Opal zu den interessantesten Edelsteinen. Das Steinmaterial an sich ist meist farblos. Die schönen Farben, die fast das ganze Spektrum umfassen, entstehen durch die so genannte Interferenz, die beim Zusammentreffen oder Überlagern von Lichtwellen entsteht. Der Opal ist sehr hitzeempfindlich, da durch seinen hohen Wassergehalt die Gefahr des Austrocknens besteht. Es kann zur Rissblidung kommen. Bewahrt den Opal feuchter Watte auf, verhindert man das Austrocknen und erhöht dadurch auch sein irisierendes Farbspiel. Außerdem sollte man Kosmetika, Seifen und Reinigungsmittel von ihm fernhalten. Die schwarzen Opale bei denen die schillernde Schicht auf dunklem Muttergestein aufliegt sind besonders wertvoll,. Beim weißen Opal ist die Grundfarbe hell, er hat aber auch ein buntes Farbspiel. Sehr begehrt ist der Harlekin-Opal, er hat wirkungsvolle, segmentartige Farbmuster,es ist ein durchsichtiger bis durchscheinender Stein. Während früher Ungarn und die Solwakei das klassische Land der Opale war, liefern heute vor allem Mexiko und Coober Pedy, der bekanntestet Fundort, in Australien die meisten Oplale. Außer den bekannten, irisierenden Opalen gibt es noch einen weiteren Opal, den Feueropal. Der Feueropal aus Mexiko, der kein Farbspiel hat und durchsichtig ist, verdankt seine Farbe, die von orange bis feuerrot reicht seinem Eisengehalt. Meist ist er milchig trüb, die besten Steine sind klar und werden dann facettiert geschliffen.


Rosenquarz:

Der Rosenquarz hat seinen Name nach seiner rosa Farbe. Meistens wird er zu reinen Steinketten verarbeitet, seine sehr kleine Rutilnadeln verursachen bei einem Cabochonschliff einen sechsstrahligen Stern. Diese Steine werden dann zu Anhängern oder Ringen verarbeitet. Nur ganz klare Steine werden auch im Facettenschliff geschiffen. Den Rosenquarz findet man unter anderem in Brasilien, Madagaskar, Indien und Sri Lanka.


Rubin:

Der Rubin gehört ebenso wie der Saphir zur Korundgruppe. Er ist nach den Diamant mit der Härte 9 nach Mohs der härteste Edelstein. Seine Namen erhielt bedingt durch seine rote Farbe ( lat. Rubens). Sehr begehrt sind die „Taubenblutrubine“, sie haben ein sehr reines Rot mit einem leichten Stich ins Blaue. Seine Rote Farbe verdankt der Rubin einer Beimengung von Chromoxid. Bei Steinen mit minderwertiger Farbqualität werden häufig durch Brennen bessere Farben erzielt. Rubine werden selten ohne Einschlüsse gefunden, dies bedeutet aber keine Qualitätsminderung, sondern den Nachweis seiner Echtheit. Die größten Rubin-Vorkommen findet man in Birma, Thailand, Sri Lanka und Tansania. Gute Qualitäten findet man seit einigen Jahren auch in Kenia. Besonders wertvoll, da sehr selten ist der Rubin an dem eine besondere Lichterscheinung zu sehen ist. Über diesem Stein scheint ein sechsstrahliger Stern aus Lichtlinien zu schweben der beim Bewegen des Steines über diesen hinweg wandert. Dieser undurchsichtige Rubin zeigt eine Erscheinung die als Asterismus bezeichnet wird und durch eingelagerte Rutilnadeln entsteht. Der Sternrubin wird halb rund im Cabochonschliff geschliffen. Der Rubin ist mit der teuerste Edelstein, da große Rubine seltener sind als vergleichbare Diamanten. Einige der berühmtesten Stein sind der Edward-Rubin mit 167 ct , der Reeves-Sternrubin mit 138,7 ct oder der Friedensrubin mit 43 ct, dieser verdankt seinen Namen, der Zeit in der gefunden wurde, am Ende des 1. Weltkriegs 1919. Sehr viele andere Rubine findet man in den Kröningsinsignien oder in Schmuckstücken der Fürstenhäuser.


Saphir:

Die blaue Variante der Korundgruppe wird Saphir genannt. Er hat ebenso wie der Rubin die die Härte 9 nach Mohs und ist so mit der härteste Stein nach dem Diamant. Sein Name stammt aus dem griechischen. Am beliebtesten sind die Steine die ein leuchtendes samtenes kornblumenblau haben. Es gibt jedoch auch farblose, gelbe, weiße, orange und grünliche Steine. Der orange bis gelbrote Saphir wird Padparadscha genannt, den Weißen Saphir nennt man auch Leukosaphir. Der blaue Saphir erhält seine Farbe durch Eisen und Titan. Trübe und unscheinbare Saphire von bestimmten Fundorten erhalten durch Brennen bei einer Temperatur zwischen 1700 und 1800 ° C leuchtend blaue, beständige Farben. Die wertvollsten Saphire kommen aus dem Kaschmirtal, in Birma, Sri Lanka und Thailand sind heute die wirtschaftlich bedeutendsten Fundorte. Besonders wertvoll, da sehr selten ist der Saphir an dem eine besondere Lichterscheinung zu sehen ist. Über diesem Stein scheint ein sechsstrahliger Stern aus Lichtlinien zu schweben der beim Bewegen des Steines über diesen hinweg wandert. Dieser undurchsichtige Saphir zeigt eine Erscheinung die als Asterismus bezeichnet wird und durch eingelagerte Rutilnadeln entsteht. Der Sternsaphir wird halb rund im Cabochonschliff geschliffen. Große Saphire sind sehr selten, so dass auch diese Steine, wie bei berühmten Diamanten einen Namen erhalten. Der größte geschliffene Sternsaphir ist heute im American Museum of Natural History in New York zu bewundern. Zwei weitere berühmte Saphire befinden sich im Kronschatz des englischen Könighauses. Es handelt sich hierbei um den Stuart-Saphir und den St. Edward's Saphir.

Smaragd:

Der Smaragd gehört ebenso zur Beryllgruppe wie der Aquamarin, Goldberyll und Heliodor. Der Smaragd ist aber der Star in der Beryllgruppe, sein Name stammt aus dem Griechischen (smaragdos) und bedeutet „grüner Stein“. Der Farbbogen des Smaragds reicht von Hellgrün bis zum tiefen Smaragdgrün. Am begehrtesten sind die tiefgrünen und durchsichtigen Steine. Es ist interessant, dass erheblich weniger Smaragde als Diamanten gefunden werden, so dass der Wert des Smaragds dem des Diamanten zu mindest gleichkommt. Die schönsten Steine findet man in Kolumbien. Weitere Fundorte sind Brasilien, Südafrika, Indien, Madagaskar und das Halbachtal in Österreich. Ein 12 cm hoher Salbenkrug mit einen Gesamtgewicht von 2205 Karat steht in der Wiener Schatzkammer. Er wurde aus einem einzigen Smaragd-Kristall geschnitten. Prachtexemplare von mehreren hundert Karat findet man in Museen in London, New York, im persischen Kronschatz und im Staatsschatz von Russland. Da der Smaragd gegen Stöße sehr empfindlich ist, wurde eine spezielle Schliffform entwickelt, der sog. Treppenschliff auch Smaragdschliff genannt. Bei diesem Schliff werden die vier Ecken durch Facetten abgestumpft. Klare Steine in sehr guter Qualität werden auch im Brilliantschliff im Schmuckstücken verarbeitet. Smaragde die deutliche Einschlüsse aufweisen, werden sehr häufig als Cabochon geschliffen.

Topas:

Bei den Topasen ist besondere Aufmerksamkeit geboten, denn bei diesem Stein kommt es zu den meisten Fehlbennungen. So spricht man vom Goldtopas, Madeiratopas oder Rauchtopas. Diese Steine sind aber alle keine Topase sondern Quarze. Meist handelt es um gelbe Citrine oder um den gelb gebrannten Amethyst. Der echte Topas ist eine Rarität und wird von guten Edelsteinhändlern Edeltops genannt. Seine Farbskala reicht von farblos über gelb, dunkelbraungelb zu rot, rosa und blau. Am wertvollsten ist der rosa Topas, aber auch die weingelben Steine sind begehrt. Wegen seiner Klarheit und Reinheit ist er ein Edelstein von besonderem Feuer. Da der Topas eine ausgezeichnete Spaltbartkeit besitzt, ist beim Erhitzen und beim Fassen Vorsicht geboten. Die bekanntesten Fundorte sind Brasilien, Australien, Mexiko, Ural, und Sri Lanka um nur einige zu nennen. Um 1900 war im Vogtland in Sachsen in Schneckenstein der berühmteste Fundort.

Turmalin:

Die Bezeichnung Turmalin stammt aus dem singhalischen „turmali“ und bedeutet Stein mit gemischten Farben. Die Turmalin Hauptvorkommen findet man in Brasilien, Madagaskar, Sri Lanka und Russland. Auch in Europa wie z. B. auf der Insel Elba oder im Tessin in der Schweiz wurden Turmaline gefunden. Die verschiedenen Farben geben den Turmalinen ihre Namen. Vredelith: grüner Turmalin die Farbe reicht hellgrün über dunkelgrün bis hin zum blaugrün. Rubellit: rosa bis roter Turmalin, teilweise auch mit eine Stich ins violette. Chrom-Turmalin: von tief grün bis hin zum smaragdgrün, was zur Verwechslung mit dem Smaragd führen kann. Indigolith: von hellblau bis dunkelblau. Besonders beliebt sind die Kristallquerschnitte, sie haben im Querschnitt mehrere Farben. Sehr häufig sind die Farbkombinationen rot und grün. Faserturmaline besitzen parallel zur Kristall-Längsachse winzige Hohlkanäle, zum Cabochon geschliffen zeigen sie einwandernden Lichtschimmer, ähnlich wie beim Tigerauge. Ein gutes Erkennungsmerkmal vom Turmalin ist der Dichorismus, das bedeutet beim Drehen des Steins zeigen sich mehre Farben. Zur Querachse hin ist der Stein hellgrün zur Längsachse hin dunkelgrün.

Türkis:

Der Modestein der Biedermeierzeit erfreut sich auch heute durch die Modefarbe wieder großer Beliebtheit. Türkis bedeutet „türkischer Stein“, sein Handelsweg führte früher durch die Türkei nach Europa, so entstand der Name. Steine in reiner blauer Farbe sind sehr selten, meist ist der Türkis mit braunen bis schwarzen Äderchen durchzogen. Zu den bekanntesten und bedeuteten Fundorten gehören unter anderen Nishapur im Iran, dort findet man die beste Qualität, sowie in Afghanistan, Argentinien, Australien und Brasilien. Der Türkis ist eine poröser Stein und dadurch empfindlich gegen Druck und Schläge. Auch sollte man Seifen Kosmetika und Chemikalien von ihm fern halten. Aus diesem Grund sollte ein Türkisring beim Hände waschen immer abgenommen werden. Er ist auch nicht farbbeständig, große Hitze, aber auch der Schweiß der Haut können zu Farbveränderungen führen.

Zirkon:

Der Zirkon entsteht durch eine Verbindung der Metalle Silizium und Zirkonium mit Sauerstoff Er hat nach dem Diamant die stärkste Lichtbrechung. Man findet den Zirkon in Ceylon, Australien, Siam und Südafrika. Die Farben des Zirkons reichen von farblos, gelb, gelb-rot, rot, blau, hellbraun bis zu braun. Für Schmuckzwecke werden meist farblose , gelbe, hellbraune oder braune Steine verwendet. Durch Brennen oder Radiumbestrahlung kann der Zirkon in der Farbe verändert werden. Es kommt häufig vor, dass Zirkone die durch Bestrahlen eine andere Farbe erhalten haben, bei Erwärmung oder bei Tageslicht diese wieder verändern. Der farblose Zirkon wird gerne mit dem Bergkristall verwechselt.

 

Perlen

Süßwasser:

Es sind kernlose Süsswasserzuchtperlen die wie der Name schon sagt im Reich der Mitte gezüchtet werden. Die Zucht vollzieht sich in der artverwandten Biwa-Perlmuschel. Die Biwa-Perle war die bekannteste Süsswasserperle, sie wurde im gleichnamigen See in der Nähe von Kyoto gezüchtet. Doch durch die zunehmende Umweltverschmutzung kippte er Mitte der achtziger Jahre um und eine Perlenzucht ist bis heute nicht mehr möglich, so dass Süsswasserperlen heute hauptsächlich aus China kommen. Voraussetzung für die verschiedenartigsten Formen ist, dass in beide Hälften des Mantels der Muschel Fremdgewebeteilchen eingepflanzt werden. Sie bringen manigfaltige, reizvolle zarte Naturfarben, wie weiß-rosé, lachs-orange oder goldbraun bis grau hervor. Ausser den kernlosen Süsswasserzuchtperlen werden auch solche mit Kern gezüchtet, jedoch hauptsächlich Größen über 8 mm Durchmesser.

Akoya:

Perlen sind ein Produkt der Muscheln. Die Muschel reagiert auf den Fremdkörper der zwischen die Muschelschale und Mantel oder in das Innere des Mantels eindringt. Bei Zuchtperlen wird ein Perlmuttkern in die Muschel eingepflanzt. Der Fremdkörper wird allmählich vom Mantel umwachsen und durch die Perlmuttausscheidung baut sich die Muschelschale auf. Nach ca 3 - 4 Jahren hat sich aus dem Mantel dem so genannten Epithel Perlsack gebildet, konzentrisch hat sich die Perlmuttmasse in einer Stärke von 0,8 – 1,2 mm dann um den Fremdkörper gelegt. Es gibt verschiedene Perlarten, die bekanntesten sind die Akoya- Perlen, Keshi-Perlen, China-Perlen oder Südsee-Perlen. Die Akoya - Zuchtperle ist klassische Form der Zuchtperle, die um das Jahr 1900 ihren Ursprung hatte. Die meist runden Perlen finden sich in Farben creme – gold - grünweiß - bis grau. Schwarze, aber meist auch graue Perlen sind gefärbt. Die teuerste Perlfarbe ist weiß-rosé. Die runde Form ist durch das Einoperieren von Perlmuttkugeln praktisch vorgegeben. Akoya - Zuchtperlen werden in Größen bis zu 9 mm Durchmesser gezüchtet, wobei Perlen in der Größe von 9 mm sehr schwierig zu züchten sind und daher sind sie sehr selten und auch entsprechend teuer. Aber nicht nur die Größe allein bestimmen den Wert einer Perle, sondern das Zusammenspiel von Größe, Farbe, Glanz und Dicke des Lüsters.

Südsee:

Sie ist eine der teuersten aller Zuchtperlen, sie entsteht in der silberlippigen Perlauster. Sie wird in Südseegewässern, schwerpunktmäßig an der Nordküste Australiens gezüchtet. Ihre Farbe ist ist meist silbergrau, kann jedoch auch rosé, gold, grau bis dunkel grau -schwarz vorkommen. Sie wird meist in Größen über 10 mm gezüchtet. Aus diesem Grund sind die Preise so hoch, dass sie meist als Einzelperlen verarbeitet werden.

Keshi :

Keshi - Perlen sind kernlose Salzwasserzuchtperlen, die in japanischen Gewässern in der Akoya-Auster und in der Südsee in der silberlippigen Auster entstehen. Die unregelmäßigen, teils bizarren Formen kommen ebenso wie die ihr verwandten Akoya - bzw. Südsee - Perlen in den zarten Naturfarben grau, weiß, rosé und gold vor. Sie sind Zufallsprodukte der Natur, denn wenn die eingepflanzten Perlmuttkerne von der Auster ab und zu ausgestoßen werden und die zurückgebliebenen Teilchen umsponnen werden, sind der Entwicklung von Perlformen vielfältiger Phantasie keine Grenzen gesetzt.

 

 

 

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Schmuck Lexikon

 

Edelmetalle

Gold:

Die in der Schmuckherstellung üblichen Goldlegierungen gehören dem Dreistoffsystem Gold/Silber/Kupfer an. Bis ins 19. Jahrhundert war es in Europa verboten Gold mit anderen Metallen zu legieren. Dies und die Gegebenheit, dass diese drei Metalle auch in der Natur miteinander vorkommen, ist der Grund dafür, dass das Dreistoffsystem Gold/Silber/Kupfer für die klassichen Schmucklegierungen verwendet werden.Farblich ergeben sich bei der Legierung Töne von sattgelb über hellgrün und lachsrosa zu silberweiß. Durch den Zusatz weiterer Metalle werden die Eigenschaften der Legierungen je nach Anforderung beeinflusst.Feingehalt der LegierungenIn Deutschland darf Schmuck und Gerät in jedem Goldfeingehalt legiert und angeboten werden. Die Stempelung des Feingehaltes ist nicht zwingend vorgeschrieben. Im Fall der Stempelung sind jedoch die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten.Nur mittels Labor lässt sich der exakte Feingehalt von Edelmetallen bestimmen. Im Alltag dient zur annähernden Bestimmung des Feingehaltes die Stichprobe.In 1000 Teilen des Gesamtgewichtes, also in Promille wird der Feingehalt einer Gold-Legierung angegeben. Andere Maße, wie z.B. Lot und Karat waren vor 1880 gebräuchlich. Der Feingehalt kann in Schmuck oder Gerät eingeprägt werden. Durch Gravur eingebrachte Feingehaltsangaben sind unzulässig. In der Regel sind bei der Schmuckherstellung durch Goldschmiede Feingehalte von 585 bis 999 üblich. Bei der Indusriellen Fertigung reicht die Spanne in der regel von 333 bis 750.

 

Silber:

Früher wurde Silber vor allem für die Herstellung von Silbermünzen verwendet, welche als Zahlungsmittel dienten. Bis 1871 waren in Deutschland Silbermünzen, oder auch Taler genannt, das herrschende Zahlungsmittel. Diese Währung war durch Silbervorräte gedeckt. Danach wurde dieser so genannte Silberstandard vom Goldstandard abgelöst. Durch die geringe Reaktivität und die hohe Wertbeständigkeit kamen diese Edelmetalle als Zahlungsmittel in Frage. Heute spielen Silbermünzen lediglich als Gedenk- und Sondermünzen eine Rolle. Des weiteren spielt  Silber neben Gold und Edelsteinen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Schmuckstücken. Auch für erlesene Essbestecke sowie Tafelsilber und kirchliche Geräte wird und wurde Silber seit Jahrhunderten verwendet.Dabei lässt sich Silber mit vielen Metallen legieren. Gold, Kupfer und Palladium gehören zu den am Besten mit Silber legierbaren Edelmetallen. Dabei kennt man die gebräuchlichsten Legierungen von 800, 835, 925 und 935 Silber. Das 925 Silber wird dabei nach der britischen Währung Pfund Sterling Silber als Sterlingsilber bezeichnet.Diese ist die wichtigste Legierung und wird für Schmuck, Korpusware und Essbestecke verwendet. Neusilber ist kein Silber, sondern eine unedle Metalllegierung aus Kupfer, Nickel und Zink, welche optisch Ähnlichkeit mit Silber hat.

Platin:

Der britische Forscher Sir William Matthew Flinders Petrie entdeckte 1895 in alt ägyptischem Schmuck kleine Mengen von Platin. Aus diesem Grund muss man davon ausgehen, dass Platin erstmals ungefähr 3000 vor Christus Verwendung fand. Heute wird metallisches Platin praktisch nicht mehr abgebaut. Bergwerke gibt es nur in Südafrika. Bei der Buntmetallerzeugung wie, von z.B. Kupfer und Nickel, fallen die Platinmetalle als Nebenprodukt der Nickelraffination an. Man kennt fünf Nebenmetalle in der Platingruppe. Rhodium, Osmium, Iridium, Palladium und Ruthenium. Diese Nebenmetalle sind Platin so Ähnlich, dass diese bei der Reingewinnung anfangs große Schwierigkeiten bereiteten. Platin ist ein korrosionsbeständiges, weiches und schmiedbares Edelmetall. Zur Herstellung hochwertiger Schmuckstücke eignet es sich außerdem wegen seiner hohen Anlaufbeständigkeit, Haltbarkeit und seiner Seltenheit. 

Palladium:

1803 von William Hyde Wollaston entdeckt, nannte er es nach dem Asteroiden Pallas. Er fand es in südafrikanischem Platinerz in Proben, die durch auflösen in Königswasser enstanden. Das metallische Palladium sowie palladiumhaltige Legierungen stammen aus dem Ural, Nord- und Südamerika, Äthiopien und Australien. Dort sind diese jedoch ausgebeutet, werden jedoch noch aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen. 40% davon stammen aus russischen Lagerstätten.Palladium reagiert, im Gegensatz zu z.B. Silber, nicht mit Sauerstoff, das heißt es läuft nicht an. Wird Palladium kalt verformt, so wie z.B. bei der Herstellung von Mokume Gane Trauringen und Schmuckstücken, steigt seine Festigkeit sowie die Härte sehr schnell an und wird dabei deutlich härter als Platin.Palladium ist viel reaktiver als das verwandte Element Platin, gehört jedoch trotzdem zu den Edelmetallen. Es löst sich in Salpetersäure auf. In Salzsäure mit Luftzutritt löst es sich langsam auf. Palladium ist im Edelmetallcharakter mit dem periodensystemisch benachbarten Silber vergleichbar. So zeigt es sich in vielen Säuren als das edlere Metall. In Salzsäure allerdings als das Unedlere.

Rhodium:

1803 wurde Rhodium von William Hyde Wollaston in einem südamerikanischen Stück Platinerz entdeckt.  Der Name Rhodium wurde von ihm nach dem griechischen rhodeos (rosenrot) ausgewählt, da viele Verbindungen mit Rhodium diese Färbung zeigten. Nachfolgend wurde das neue Metall 1820 als Spitzen von Schreibfedern in einer Rhodium-Zinn Legierung verwendet. Rhodium ist eines der seltensten nicht radioaktiven Metalle in der Erdkruste. Es kommt in Goodnews Bay in Alaska und in Stillwater, Montana vor. Unter anderem kommt es zusammen mit Platin und Gold in deren Erzen vor. Die Rhodiumgewinnung ist wie allgemein die Gewinnung der Platinmetalle extrem aufwendig. Diese lassen sich aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit nur sehr schwer voneinander extrahieren. Neben dem wichtigsten Anwendungsbereich, der Katalysatorherstellung, wird Rhodium in der Schmuckindustrie zur Veredelung von Oberflächen eingesetzt. Hier übernimmt es die Aufgabe eines Anlaufschutzes vor allem bei Silber und Weißgoldlegierungen.

Iridium:

1803 wurde Iridium in London von Smithson Tennant gemeinsam mit Osmium entdeckt. Beide Metalle fanden sich schwarzen Rückständen nach der Auflösung von Rohplatin mittels Königswasser. Seine Farbenvielfalt verlieh Iridium seinen Namen. Aufgrund großer Härte und Spröde kann Iridium nur sehr schwer bearbeitet werden. Metallen, denen es an Härte und Sprödigkeit fehlt, werden oft mit Iridium legiert. Neben Legierungen für den Maschinenbau, Medizin und für Präzisionsmessungen,  wird es auch in Legierungen der Schmuckindustrie verwendet. Schmuckstücke die starken Beanspruchungen ausgesetzt sind werden z.B. in einer Platin-Iridium Legierung hergestellt. (Mechaniken und Federn, Trauringe)

Rotgold:

Rotgold ist eine Goldlegierung, bestehend aus Feingold, Kupfer und gegebenenfalls etwas Silber, um die mechanische Verarbeitbarkeit zu verbessern. Der relativ hohe Kupferanteil, der deutlich über dem des Silbers liegt, ist für die namensgebende „rote“ Färbung und Härte des Materials verantwortlich. Der Farbton ist kupferähnlich.Regional sind bestimmte Goldfarbtönungen beliebt; so akzeptiert der Osten und Süden Europas doch eher die dunkleren und farbstarken rötlicheren Goldlegierungen. Umgangssprachlich wurde Rotgold in der DDR auch als Russengold bezeichnet; teilweise ist in Süddeutschland auch heute noch der Begriff Türkengold gebräuchlich.Anmerkung zum „Russengold“: Dieses Gold hat den ungebräuchlichen Feingehalt von 583 und ist daran sehr gut zu erkennen. Die Färbung ist auch etwas heller als bei heutigem Rotgold.

Weißgold:

Diese fast farblosen Werkstoffe wurden in den Jahren 1912/13 als kostengünstiger und punzierfähiger Platinersatz für Schmuckzwecke in Pforzheim entwickelt und werbewirksam als Weißgold eingeführt. Im frankophonen Sprachraum sind diese Werkstoffe treffender als „or gris“, Graugold bekannt. Ziel war ein gut zu verarbeitendes, anlaufbeständiges Material, in dem farblose Brillanten hervorragend ihre Wirkung zeigen konnten. Bis dato war man auf Silber, das leider nachdunkelt, oder eben Platin und das etwas dunklere und leichtere Palladium angewiesen. Folgerichtig existieren auch vor dieser Zeit keine Schmuckstücke mit Weißgold. Weißgold als Sammelbegriff bezeichnet Goldlegierungen, die durch Beimischung deutlich entfärbender Zusatzmetalle eine weiß-blassgetönte Goldlegierung ergeben. Als Legierungszusätze werden hauptsächlich das Platinnebenmetall Palladium, (früher sehr häufig) Nickel oder bei niedrigen Goldgehalten Silber verwendet. Die Entfärbung des von Natur aus gelben Goldes tritt kontinuierlich ein und setzt eine gewisse Menge des entfärbenden Zusatzes voraus; der Rest, der dann noch bis zum berechneten Gesamtvolumen fehlt, wird oft aus Kupfer/Silber gestellt.

Grüngold:

Grüngold ist eine grünlichgelbe Goldlegierung ohne Kupferzusatz. Die Farbe entsteht durch Annäherung an das Atomverhältnis Gold:Silber 1:1, was im optimalen Fall einem Goldanteil von 646 entspricht, bei dem der deutlichste Grünton auftritt. Da in diesem Falle der Silberanteil schon über 40 % beträgt, ist der Farbton relativ hell. Bis zu einem Drittel des Silbers lässt sich durch Cadmium ersetzen, was den Grünton intensiviert, die günstigen Anlaufeigenschaften und die Schmelztemperatur allerdings reduziert. Die Legierungen sind sehr weich und wenig farbstark. Grüngold wird selten verwendet, üblicherweise z. B. zur Darstellung von Laubblättern oder ähnlichem.

Gelbgold:

Dabei handelt es sich um eine dem Feingold ähnelnde gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber und Kupfer. Das Verhältnis beeinflusst die Farbe. Mit abnehmendem Goldgehalt reduziert sich auch die Tiefe des Gelbtons sehr schnell. Üblicherweise ist das Verhältnis der dem Gold zugesetzten Metalle untereinander ca. 1:1; die Tönungen und Farbintensität können stufenlos und beliebig gewählt werden. Die Farbe reicht von hellgelb mit deutlichem Silberanteil bis zu gelborange mit dem umgekehrten Verhältnis zum Kupferzusatz. Gelbgold ist durch ihren hohen Erkennungswert weltweit mit Abstand die beliebteste Goldfarbe.

 

Edelsteine

Achat:

Der Achat hat unter den Edelsteinen eine Sonderstellung, auf der einen Seite, dass er einer einzigartigen Industrie mit dem Zentrum in Idar-Oberstein seinen Namen gegeben hat, anderseits ist er einer der wenigen Edelsteine die nicht nur zu Schmuckzwecken verwendet werden sondern es es werden auch Schalen, Griffe von Brieföffnern, Messern und Gabeln aus ihm gefertigt. Den Achat gibt es in vielen Variationen. Bei der Entstehung des Achats bilden sich einzelne Bandlagen, diese Bänder können verschiedenfarbig sein. Die Farben des Achats reichen von zart bis kräftig besonders von rosa über rot bis hin zu bräunlich. Diese Achate wurden früher hauptsächlich in Deutschland im Raum Idar-Oberstein gefunden. Diese Achate waren nicht färbbar, der Abbau wurde eingestellt. Die Achate die in Südamerika gefunden werden haben meist eine unansehentliche graue Farbe ohne Zeichnung. Um diesen Steinen ihre Schönheit zu geben werden sie gefärbt. Im vorderen Orient wurde der Achat schon vor 3000 Jahren zu Ringen, Gefäßen und Gemmen verarbeitet. Heute wird der Achat eher zu Dekozwecke wie Achateier oder zum Verzieren der Deckel von kleinen Dosen verwendet. Für Schmuckzwecke wird meistens als Lagen für die Herstellung von Gemmen benutzt.

Amethyst:

Er hat seinen Namen aus dem griechischen und bedeutet „dem Rausch entgegenwirkend, so galt er im Altertum als Schutz gegen Trunkenheit. Aus der Gruppe der Quarz ist der Amethyst am begehrtesten. Die Farbe des Amethysten reicht von einem zarten leichten fast schon ins rosa gehend violett bis hin zu einem sehr kräftigen dunklen violett. Am begehrtesten und teuersten sind die dunklen violetten Steine. Brennt man den Amethysten bei Temperaturen zwischen 470 und 750°C erhält man hellgelbe, rotbraune, grüne oder farblose Varianten. Schon Tageslicht kann bei manchen Amethysten zu einen Farbverlust bis fast zur Farblosigkeit führen. Die ursprüngliche Farbe ist aber durch Radiumstrahlung wieder herstellbar. Aus diesem Grund sollte man einen Amethyst nicht beim Sonnen baden tragen. Hauptsächlich findet man den Amethyst unter anderem in Brasilien, Birma, Mexiko, Madagaskar, Sambia, Sri Lanka und Rußland.


Aquamarin:

Der Aquamarin ist ein Edelstein aus der Beryllgruppe, hat die Härte 8 nach Mohs und ist somit der zweithärteste Stein nach dem Diamant. Das Farbspektrum des Aquamarins reicht von einem lichten Blau bis zu einem kräftigen Dunkelblau. Es gibt den Aquamarin auch in einer blaugrünen Farbe, die aber nicht besonders beliebt ist. Diese Steine kann man aber durch Brennen, d.h. man erhitzt diese Steine auf 400 bis 450° C, in der Farbe auf ein schönes Blau verändern. Diese Methode findet heute sehr häufig Anwendung, Steine die diese Farbe von Anfang an haben, selten und daher sehr teuer sind. Die wichtigsten Fundorte sind Brasilien, Madagaskar, Südafrika, Ural und USA. Die schönsten Aquamarine mit dem Namen „Santa Maria“ kommen aus der gleichnamigen Mine in Brasilien und haben eine intensive klare blaue Farbe. Da die Naturkristalle lang und säulenförmig sind,schleift man Aquamarine meist lang und rechteckig. Sehr beliebte Schliffformen sind : Treppenschliff, Baguetteschliff, Pendeloque, Navette oder Ovalschliff. 1910 wurde in der brasilianischen Mine Gerais der größte Aquamarin in Edelsteinqualität gefunden. Er hatte ein Gewicht von ca. 110 kg, war 48 cm lang und hatte einen Durchmesser von ca. 40 cm. Aus diesem Stein wurden Edelsteine mit einem Gesamtgewicht von über 100.000ct (1ct = 0,2 Gramm) geschliffen.


Bergkristall:

Er wird häufig als Diamantersatz oder bei Modesschmuck verwendet. Teilweise werden tonnenschwere Bergkristalle gefunden, die aber meist von schlechter Qualität sind. Schleifwürdige Steine die in der Schmuckindustrie Verwendung finden sind relativ selten. Die bedeutesten Vorkommen des Bergkristalls sind in USA, Madagaskar, Brasilien und in den Alpen. Sein Name kommt von griechischen „krystallos“ - Eis, man hielt den Bergkristall für ewig Gefrorenes.


Bernstein:

Bernstein entstand vor bis zu 260 Millionen Jahren aus zähflüssigem Baumharz. Im Laufe der Jahre wurde daraus eine feste Substanz. Der Name Bernstein kommt aus dem niederdeutschen „börnen“ bedeutet brennen, da Bernstein brennt. Bernstein wird sehr selten in der klaren im Handel erhältlichen Qualität gefunden, man erreicht diese Klarheit durch so genanntes „Klarkochen“ in Rübsamenöl. Dadurch werden die eingeschlossenen Flüssigkeiten, Luftblasen und Pflanzenteile ausgeschwemmt und der Stein wird klar. Diese Steine werden meist zu Ketten verarbeitet. Begehrt sind aber auch Bernsteinstücke mit eingeschlossen Insekten oder größeren Pflanzenteilen. Reibt man Bernstein an einem Tuch lädt er sich elektrisch auf und zieht dann Staubteilchen oder auch Papierschnipsel an. Schon in der Antike machte man sich diese Eigenschaft zu Nutze und verwendete ein großes Bernsteinstück als Kleiderbürste. Der weltgrößte Fundort ist im ehemaligen Ostpreußen in der Nähe von Königsberg heute Kaliningrad. Auch auf dem Boden der Ostsee befinden sich große Bernsteinvorkommen. So kann man nach einem starken Sturm bei einem Strandspaziergang, beispielsweise auf der Insel Rügen, sicher den einen oder anderen Bernstein, der durch die aufgewühlte See angespült wurde, finden. Heute verarbeitet man Bernstein meist zu Ketten, Ringen, Anhänger oder Broschen


Calzedon:

Der Chalzedon benennt sowohl eine Steingruppe zu der unter anderem auch der Karneol, Jaspis, Heliotrop und der Chrysopras gehören, als auch der Stein Chalzedon. Dieser ist ein bläulich-weißgrauer Stein der seinen Name wahrscheinlich nach einer antiken Stadt am Bosporus hat. Im Unterschied zu den glasglänzenden Kristallen, wie zum Beispiel Bergkristall, ist er meist wachsglänzend oder matt. Er wird heute meist als Material für Kameen, Ringsteine, Siegelsteine und für Steinketten verwendet. Er wird schon sehr lange verarbeitet und ist deshalb auch vielfach bei Antiquitäten zu finden. Aus großen Stücken werden auch Säulen, Tischplatten und Vasen gefertigt. Man findet den Chalzedon in Brasilien, Namibia, Madagaskar oder in Indien.


Chrysopras:

Er ist der wertvollste Stein in der Chalzdongruppe. Durch seine apfelgrüne Farbe ist es ein sehr auffallender Stein, auf Hitze und Licht reagiert er sehr empfindlich. Ist er längere Zeit starkem Sonnenlicht ausgesetzt kann die Farbe verblassen. Manchmal ist die Auffrischung der Farbe durch die Lagerung in einem feuchten Tuch möglich. Der bedeutendste Fundort des Chrysopras, Frankenstein das heutige Zabkowice in Polen, ist schon seit dem 14. Jahrhundert ausgebeutet. Früher wurde der Chrysopras auch als Dekorstein in der Innenarchitektur verwendet. Man findet ihn unter anderem im Schloß Sanscouci, oder in der St. Wenzelskapelle im Veitsdom in Prag. Heute findet er Verwendung für Halsketten und als Cabochon geschliffen wird er für Ringe und Anhänger verwendet.


Citrin:

Der Citrin erhielt seine Namen durch seine gelbe Farbe, die der Zitrone gleicht. Natürlich gelbe Citrine sind relativ selten. Die meisten im Handel befindlichen Steine sind gebrannte Amethyste. Ab einer Temperatur von ca. 470° C verfärbt sich der Amethyst in ein helles gelb. Bei höheren Temperaturen wird er dann dunkelgelb bis rotbraun. Die gebrannten Citrine haben meist eine Stich ins rötliche, wogegen die natürlichen Citrine überwiegend blaßgelb sind. Häufig werden Citrine als Madeira-, Palmyra-, Rio-Grande- oder Bahiatopas bezeichnet, dies ist aber nicht statthaft, da der Topas eine höherwertiger Stein ist. Dagegen sind Farbbezeichnungen wie Madeira Palmyra zulässig, genauso wie die Bezeichnung Madeira- oder Palmyracitrin. Die schönsten Steine werden zu Anhängern, Ringen und Ohrringen verarbeitet, aus Steinen von weniger guter Qualität werden Steinketten gefertigt. Die Fundorte der naturfarbenen Citrine sind Madagaskar, Brasilien aber auch in den USA.


Diamant:

Der Diamant ist ist der härteste Edelstein, er hat die Härte 10 nach Mohs. Es gibt keine härteren Stein als den Diamanten, aus diesem Grund gilt er als nahezu unvergänglich. Seinen Namen hat er aus dem griechischen „adamas“ der Unbezwingbare. Der Diamant entsteht in sehr großer Tiefe ca. 150 – 300 km, bei sehr hohen Temperaturen und großem Druck aus Kohlenstoff. Die Kimberley -Mine war der berühmteste Fundort von Diamanten. Von 1871 – 1908 wurden dort Diamanten ohne den Einsatz von Maschinen abgebaut. So entstand das „Big Hole“. Es ist das größte Loch das je Menschenhand gegraben wurde. Es hat einen Durchmesser von 460 Metern und ist 1070 Meter tief. Heute werden in über zwanzig Ländern Diamanten abgebaut. Die bekanntesten sind unter anderen Südafrika, Namibia , Zaire, Venezuela und Russland. Schon seit Jahrhunderten wird der Diamant zu Schmuckzwecken verwendet. Wegen seines starken Glanzes , seiner Seltenheit und hohen Härte nennt man den Diamanten auch den König der Edelsteine. Der Wert eines Diamant wird international durch die „4 C's“ Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) und Carat (Gewicht) festgelegt. Je weißer ein Diamant ist und keine Einschlüsse hat, desto wertvoller ist er. Mit zunehmender gelblicher Farbe und zunehmenden Einschlüssen nimmt sein Wert ab. Einige der berühmtesten Diamanten kann man heute in den Museen der Welt bewundern. Im Grünen Gewölbe in Dresden ist der 41 ct große Diamant „Dresden“ ausgestellt. Im Tower of London findet man Cullinan I auch der Stern von Afrika genannt, er ist mit 530,20 ct de
r größte geschliffene Diamant. Er schmückt das Zepter der englischen Königsinsignien. Auch den Kohinoor 108,93 ct kann Tower in London bewundern.

 

Edelberyll:

Unter dieser Bezeichnung werden die Farbvarietäten zusammengefasst die nicht als Aquamarin oder Smaragd bezeichnet werden. Die bekanntesten unter ihnen sind der Goldberyll, Heliodor und der Morganit. Goldberyll: Die Farbe bei diesem gelben Beryll schwankt zwischen zitronengelb und goldgelb. Er zeigt selten Einschlüsse. Bei 250°C kann man diesen Stein entfärben. Die wichtigsten Fundort sind Sri Lanka und Südwestafrika. Heliodor: So wird der hellgelbgrüne Beryll bezeichnet. Der Name stammt aus dem griechischen und bedeutet das Geschenk der Sonne. 1910 wurde der Heliodor in Südwestafrika entdeckt, es waren aber schon früher gleichfarbige Steine aus Brasilien bekannt. Morganit: Der Morganit ist ein zartrosafarbener bis violetter Beryll, auch Rosaberyll genannt. Er wurde nach dem Mineraliensammler J. P. Morgan benannt. Steine mit minderer Farbqualität können durch Brennen bei über 400°C verbessert werden. Die Hauptvorkommen liegen in Brasilien, Madagaskar, Südwestafrika und Afghanistan. Die Edelberylle besitzen einen wunderbaren Glasglanz und sind unempfindlich gegen die Haushalt verwendeten Reinigungsmittel. Die häufigste Schliffform ist der Treppenschliff.


Granat:

Der Granat ist in Bezug auf sein spezifische Gewicht, Härte und Lichtbrechung sehr verschieden. Einige Varietäten tragen eigene Namen. Bekannt ist der rote Granat, der Pyrop, dessen wichtigstes Vorkommen früher in Böhmen lag. Heute kommen die wertvollsten Steine aus Südafrika (diese werden gelegentlich fälschlicher Weise als „Kaprubine“bezeichnet), Madagaskar und Australien. Dunkelrot fast violett ist der Almandin, der Hessonit geht ins braunrote. Der Rhodolith ist ein rosa bis karminroter Granat aus Südafrika und Tansania. Aus dem Ural kommt der smaragdgrüne Demantoid der sich durch seine hohe Lichtbrechung auszeichnet. Er wird in Edelsteinqualität auch im Kongo gefunden. Der Grossular war bis vor wenigen Jahren nur als undurchsichtige, stachelbeergrüner Stein bekannt. Die grüne durchsichtige Varietät, die in Tansania gefunden wird wurde zunächst als Chromgrossular bezeichnet und ist heute als Tsavorit (nach dem Tsavor-See in der Nähe seiner Fundstätte) bekannt


Jade:

In China ist Jade schon seit 8000 Jahren bekannt. Da Jade sehr zäh ist war sie früher ein begehrter Grundstoff für Waffen. Erst vor 2000 Jahren wurde Jade in China in den Götterkult einbezogen und zu mystischen Symbolen verarbeitet. Bis heute werden Buddhas aus Jade geschnitzt. Im 19 Jahrhundert stellte ein Franzose fest, dass unter dem Begriff Jade zwei verschiedene Minerale zu verstehen sind, nämlich Jadeit und Nephrit. Da die Unterscheidung dieser zwei Minerale aber relativ schwierig ist, kann dies der Grund für den Oberbegriff Jade sein. Jade wird nicht nur zu Schmuck, sondern auch sehr häufig zu Kunstgewerbegegenständen, wie Vasen und Schalen verarbeitet. Hauptsächlich findet man Jade in China, Birma, Australien und Brasilien.


Koralle:

Die Koralle entsteht durch kleine Polypen im Meer. Der Stock ist mit einem breiten Fuß auf dem Meeresboden, auf Felsen oder auf älteren Korallenstöcken angewachsen. Bei bis zu 40 cm Höhe und durchschnittlich 10 kg Gewicht, haben manche Korallenstöcke einen Stammdurchmesser von 6 cm. Die wichtigsten Korallenvorkommen liegen an den Küsten der westlichen Mittelmeerländer. Entsprechend ihrem Hauptvorkommen stammen die Farbbezeichnungen und Qualitätsbezeichnungen aus dem Italienischen. Die bekannteste Farbbezeichnung ist wohl „pelle d'angelo“ - Engelshaut. Diese Koralle ist von einer zartrosa Farbe mit zartrötlichen Flecken uns ist bei der Schmuckverarbeitung sehr beliebt. Da die Koralle sehr weich ist, ist sie empfindlich gegen Hitze und Säure, auch beim Baden oder Duschen sollte Korallenschmuck abgenommen werden. Bevor die Koralle zu Schmuckstücken verarbeitet werden kann, muss sie erst von kohlensaurem Kalk gereinigt werden, mit dem sie meist überzogen ist. Die gereinigten Korallenstöcke werden zersägt, geschliffen und poliert, Bohrungen für Stäbchenketten oder zur Befestigung an Broschen erfolgen ähnlichen wie in der Schmucksteinindustrie. Stärkere Aststücke verarbeitet man hauptsächlich zu Perlen.


Lapislazuli:

Die schönste Art des Lapislazuli ist ein undurchsichtiger Stein von einer prachtvollen, tiefblauen Farbe. Manche Steine enthalten flimmernde Eisenkiespünktchen. Je weniger dieser Einschlüsse vorhanden sind, desto wertvoller ist der Stein. Da der Lapislazuli sehr empfindlich ist es empfehlenswert einen Lapislazuliring bei der Hausarbeit abzunehmen. Der Lapsilazuli war schon im Altertum bekannt und beliebt und diente zum Schneiden von Siegelringen. Der Hauptfundort liegt im westlichen Hindukuschgebirge in Afghanistan, Sibirien und Chile.


Malachit:

Woher der Malachit seinen Namen ist nicht eindeutig, entweder vom griechischen „malache“ - Malwe für die grüne Farbe oder von „malakos – weich, wegen seiner geringen Härte. Die Besonderheit beim Malachit sind die Bänderung von hellen und dunklen Lagen zu geraden Streifen oder einer konzentrischen Ringbildung. Beim Schleifen des Malachits ist darauf zu achten, dass die natürliche Streifung möglichst gut zum Ausdruck gebracht wird. Sehr beliebt sind Malachite mit konzentrischer Ringbildung, dem Malachit-Pfauenauge. Bei den Ägyptern wurde der Malachit zu Pulver verrieben und als Lidschatten benutzt. Die größten Malachitvorkommen waren früher bei Jekatrinburg im Ural. Dort wurden Blöcke von einen Gewicht bis zu 20 Tonnen gefunden. Aus diesem Blöcken wurden Wandvertäfelungen und Einlegearbeiten für die russischen Zarenschlösser gewonnen. Heute sind vor allem Sambia und Zaire die wichtigsten Malachit-Lieferanten.


Opal:

Durch sein reizvoll irisierendes Farbenspielgehört der Opal zu den interessantesten Edelsteinen. Das Steinmaterial an sich ist meist farblos. Die schönen Farben, die fast das ganze Spektrum umfassen, entstehen durch die so genannte Interferenz, die beim Zusammentreffen oder Überlagern von Lichtwellen entsteht. Der Opal ist sehr hitzeempfindlich, da durch seinen hohen Wassergehalt die Gefahr des Austrocknens besteht. Es kann zur Rissblidung kommen. Bewahrt den Opal feuchter Watte auf, verhindert man das Austrocknen und erhöht dadurch auch sein irisierendes Farbspiel. Außerdem sollte man Kosmetika, Seifen und Reinigungsmittel von ihm fernhalten. Die schwarzen Opale bei denen die schillernde Schicht auf dunklem Muttergestein aufliegt sind besonders wertvoll,. Beim weißen Opal ist die Grundfarbe hell, er hat aber auch ein buntes Farbspiel. Sehr begehrt ist der Harlekin-Opal, er hat wirkungsvolle, segmentartige Farbmuster,es ist ein durchsichtiger bis durchscheinender Stein. Während früher Ungarn und die Solwakei das klassische Land der Opale war, liefern heute vor allem Mexiko und Coober Pedy, der bekanntestet Fundort, in Australien die meisten Oplale. Außer den bekannten, irisierenden Opalen gibt es noch einen weiteren Opal, den Feueropal. Der Feueropal aus Mexiko, der kein Farbspiel hat und durchsichtig ist, verdankt seine Farbe, die von orange bis feuerrot reicht seinem Eisengehalt. Meist ist er milchig trüb, die besten Steine sind klar und werden dann facettiert geschliffen.


Rosenquarz:

Der Rosenquarz hat seinen Name nach seiner rosa Farbe. Meistens wird er zu reinen Steinketten verarbeitet, seine sehr kleine Rutilnadeln verursachen bei einem Cabochonschliff einen sechsstrahligen Stern. Diese Steine werden dann zu Anhängern oder Ringen verarbeitet. Nur ganz klare Steine werden auch im Facettenschliff geschiffen. Den Rosenquarz findet man unter anderem in Brasilien, Madagaskar, Indien und Sri Lanka.


Rubin:

Der Rubin gehört ebenso wie der Saphir zur Korundgruppe. Er ist nach den Diamant mit der Härte 9 nach Mohs der härteste Edelstein. Seine Namen erhielt bedingt durch seine rote Farbe ( lat. Rubens). Sehr begehrt sind die „Taubenblutrubine“, sie haben ein sehr reines Rot mit einem leichten Stich ins Blaue. Seine Rote Farbe verdankt der Rubin einer Beimengung von Chromoxid. Bei Steinen mit minderwertiger Farbqualität werden häufig durch Brennen bessere Farben erzielt. Rubine werden selten ohne Einschlüsse gefunden, dies bedeutet aber keine Qualitätsminderung, sondern den Nachweis seiner Echtheit. Die größten Rubin-Vorkommen findet man in Birma, Thailand, Sri Lanka und Tansania. Gute Qualitäten findet man seit einigen Jahren auch in Kenia. Besonders wertvoll, da sehr selten ist der Rubin an dem eine besondere Lichterscheinung zu sehen ist. Über diesem Stein scheint ein sechsstrahliger Stern aus Lichtlinien zu schweben der beim Bewegen des Steines über diesen hinweg wandert. Dieser undurchsichtige Rubin zeigt eine Erscheinung die als Asterismus bezeichnet wird und durch eingelagerte Rutilnadeln entsteht. Der Sternrubin wird halb rund im Cabochonschliff geschliffen. Der Rubin ist mit der teuerste Edelstein, da große Rubine seltener sind als vergleichbare Diamanten. Einige der berühmtesten Stein sind der Edward-Rubin mit 167 ct , der Reeves-Sternrubin mit 138,7 ct oder der Friedensrubin mit 43 ct, dieser verdankt seinen Namen, der Zeit in der gefunden wurde, am Ende des 1. Weltkriegs 1919. Sehr viele andere Rubine findet man in den Kröningsinsignien oder in Schmuckstücken der Fürstenhäuser.


Saphir:

Die blaue Variante der Korundgruppe wird Saphir genannt. Er hat ebenso wie der Rubin die die Härte 9 nach Mohs und ist so mit der härteste Stein nach dem Diamant. Sein Name stammt aus dem griechischen. Am beliebtesten sind die Steine die ein leuchtendes samtenes kornblumenblau haben. Es gibt jedoch auch farblose, gelbe, weiße, orange und grünliche Steine. Der orange bis gelbrote Saphir wird Padparadscha genannt, den Weißen Saphir nennt man auch Leukosaphir. Der blaue Saphir erhält seine Farbe durch Eisen und Titan. Trübe und unscheinbare Saphire von bestimmten Fundorten erhalten durch Brennen bei einer Temperatur zwischen 1700 und 1800 ° C leuchtend blaue, beständige Farben. Die wertvollsten Saphire kommen aus dem Kaschmirtal, in Birma, Sri Lanka und Thailand sind heute die wirtschaftlich bedeutendsten Fundorte. Besonders wertvoll, da sehr selten ist der Saphir an dem eine besondere Lichterscheinung zu sehen ist. Über diesem Stein scheint ein sechsstrahliger Stern aus Lichtlinien zu schweben der beim Bewegen des Steines über diesen hinweg wandert. Dieser undurchsichtige Saphir zeigt eine Erscheinung die als Asterismus bezeichnet wird und durch eingelagerte Rutilnadeln entsteht. Der Sternsaphir wird halb rund im Cabochonschliff geschliffen. Große Saphire sind sehr selten, so dass auch diese Steine, wie bei berühmten Diamanten einen Namen erhalten. Der größte geschliffene Sternsaphir ist heute im American Museum of Natural History in New York zu bewundern. Zwei weitere berühmte Saphire befinden sich im Kronschatz des englischen Könighauses. Es handelt sich hierbei um den Stuart-Saphir und den St. Edward's Saphir.

Smaragd:

Der Smaragd gehört ebenso zur Beryllgruppe wie der Aquamarin, Goldberyll und Heliodor. Der Smaragd ist aber der Star in der Beryllgruppe, sein Name stammt aus dem Griechischen (smaragdos) und bedeutet „grüner Stein“. Der Farbbogen des Smaragds reicht von Hellgrün bis zum tiefen Smaragdgrün. Am begehrtesten sind die tiefgrünen und durchsichtigen Steine. Es ist interessant, dass erheblich weniger Smaragde als Diamanten gefunden werden, so dass der Wert des Smaragds dem des Diamanten zu mindest gleichkommt. Die schönsten Steine findet man in Kolumbien. Weitere Fundorte sind Brasilien, Südafrika, Indien, Madagaskar und das Halbachtal in Österreich. Ein 12 cm hoher Salbenkrug mit einen Gesamtgewicht von 2205 Karat steht in der Wiener Schatzkammer. Er wurde aus einem einzigen Smaragd-Kristall geschnitten. Prachtexemplare von mehreren hundert Karat findet man in Museen in London, New York, im persischen Kronschatz und im Staatsschatz von Russland. Da der Smaragd gegen Stöße sehr empfindlich ist, wurde eine spezielle Schliffform entwickelt, der sog. Treppenschliff auch Smaragdschliff genannt. Bei diesem Schliff werden die vier Ecken durch Facetten abgestumpft. Klare Steine in sehr guter Qualität werden auch im Brilliantschliff im Schmuckstücken verarbeitet. Smaragde die deutliche Einschlüsse aufweisen, werden sehr häufig als Cabochon geschliffen.

Topas:

Bei den Topasen ist besondere Aufmerksamkeit geboten, denn bei diesem Stein kommt es zu den meisten Fehlbennungen. So spricht man vom Goldtopas, Madeiratopas oder Rauchtopas. Diese Steine sind aber alle keine Topase sondern Quarze. Meist handelt es um gelbe Citrine oder um den gelb gebrannten Amethyst. Der echte Topas ist eine Rarität und wird von guten Edelsteinhändlern Edeltops genannt. Seine Farbskala reicht von farblos über gelb, dunkelbraungelb zu rot, rosa und blau. Am wertvollsten ist der rosa Topas, aber auch die weingelben Steine sind begehrt. Wegen seiner Klarheit und Reinheit ist er ein Edelstein von besonderem Feuer. Da der Topas eine ausgezeichnete Spaltbartkeit besitzt, ist beim Erhitzen und beim Fassen Vorsicht geboten. Die bekanntesten Fundorte sind Brasilien, Australien, Mexiko, Ural, und Sri Lanka um nur einige zu nennen. Um 1900 war im Vogtland in Sachsen in Schneckenstein der berühmteste Fundort.

Turmalin:

Die Bezeichnung Turmalin stammt aus dem singhalischen „turmali“ und bedeutet Stein mit gemischten Farben. Die Turmalin Hauptvorkommen findet man in Brasilien, Madagaskar, Sri Lanka und Russland. Auch in Europa wie z. B. auf der Insel Elba oder im Tessin in der Schweiz wurden Turmaline gefunden. Die verschiedenen Farben geben den Turmalinen ihre Namen. Vredelith: grüner Turmalin die Farbe reicht hellgrün über dunkelgrün bis hin zum blaugrün. Rubellit: rosa bis roter Turmalin, teilweise auch mit eine Stich ins violette. Chrom-Turmalin: von tief grün bis hin zum smaragdgrün, was zur Verwechslung mit dem Smaragd führen kann. Indigolith: von hellblau bis dunkelblau. Besonders beliebt sind die Kristallquerschnitte, sie haben im Querschnitt mehrere Farben. Sehr häufig sind die Farbkombinationen rot und grün. Faserturmaline besitzen parallel zur Kristall-Längsachse winzige Hohlkanäle, zum Cabochon geschliffen zeigen sie einwandernden Lichtschimmer, ähnlich wie beim Tigerauge. Ein gutes Erkennungsmerkmal vom Turmalin ist der Dichorismus, das bedeutet beim Drehen des Steins zeigen sich mehre Farben. Zur Querachse hin ist der Stein hellgrün zur Längsachse hin dunkelgrün.

Türkis:

Der Modestein der Biedermeierzeit erfreut sich auch heute durch die Modefarbe wieder großer Beliebtheit. Türkis bedeutet „türkischer Stein“, sein Handelsweg führte früher durch die Türkei nach Europa, so entstand der Name. Steine in reiner blauer Farbe sind sehr selten, meist ist der Türkis mit braunen bis schwarzen Äderchen durchzogen. Zu den bekanntesten und bedeuteten Fundorten gehören unter anderen Nishapur im Iran, dort findet man die beste Qualität, sowie in Afghanistan, Argentinien, Australien und Brasilien. Der Türkis ist eine poröser Stein und dadurch empfindlich gegen Druck und Schläge. Auch sollte man Seifen Kosmetika und Chemikalien von ihm fern halten. Aus diesem Grund sollte ein Türkisring beim Hände waschen immer abgenommen werden. Er ist auch nicht farbbeständig, große Hitze, aber auch der Schweiß der Haut können zu Farbveränderungen führen.

Zirkon:

Der Zirkon entsteht durch eine Verbindung der Metalle Silizium und Zirkonium mit Sauerstoff Er hat nach dem Diamant die stärkste Lichtbrechung. Man findet den Zirkon in Ceylon, Australien, Siam und Südafrika. Die Farben des Zirkons reichen von farblos, gelb, gelb-rot, rot, blau, hellbraun bis zu braun. Für Schmuckzwecke werden meist farblose , gelbe, hellbraune oder braune Steine verwendet. Durch Brennen oder Radiumbestrahlung kann der Zirkon in der Farbe verändert werden. Es kommt häufig vor, dass Zirkone die durch Bestrahlen eine andere Farbe erhalten haben, bei Erwärmung oder bei Tageslicht diese wieder verändern. Der farblose Zirkon wird gerne mit dem Bergkristall verwechselt.

 

Perlen

Süßwasser:

Es sind kernlose Süsswasserzuchtperlen die wie der Name schon sagt im Reich der Mitte gezüchtet werden. Die Zucht vollzieht sich in der artverwandten Biwa-Perlmuschel. Die Biwa-Perle war die bekannteste Süsswasserperle, sie wurde im gleichnamigen See in der Nähe von Kyoto gezüchtet. Doch durch die zunehmende Umweltverschmutzung kippte er Mitte der achtziger Jahre um und eine Perlenzucht ist bis heute nicht mehr möglich, so dass Süsswasserperlen heute hauptsächlich aus China kommen. Voraussetzung für die verschiedenartigsten Formen ist, dass in beide Hälften des Mantels der Muschel Fremdgewebeteilchen eingepflanzt werden. Sie bringen manigfaltige, reizvolle zarte Naturfarben, wie weiß-rosé, lachs-orange oder goldbraun bis grau hervor. Ausser den kernlosen Süsswasserzuchtperlen werden auch solche mit Kern gezüchtet, jedoch hauptsächlich Größen über 8 mm Durchmesser.

Akoya:

Perlen sind ein Produkt der Muscheln. Die Muschel reagiert auf den Fremdkörper der zwischen die Muschelschale und Mantel oder in das Innere des Mantels eindringt. Bei Zuchtperlen wird ein Perlmuttkern in die Muschel eingepflanzt. Der Fremdkörper wird allmählich vom Mantel umwachsen und durch die Perlmuttausscheidung baut sich die Muschelschale auf. Nach ca 3 - 4 Jahren hat sich aus dem Mantel dem so genannten Epithel Perlsack gebildet, konzentrisch hat sich die Perlmuttmasse in einer Stärke von 0,8 – 1,2 mm dann um den Fremdkörper gelegt. Es gibt verschiedene Perlarten, die bekanntesten sind die Akoya- Perlen, Keshi-Perlen, China-Perlen oder Südsee-Perlen. Die Akoya - Zuchtperle ist klassische Form der Zuchtperle, die um das Jahr 1900 ihren Ursprung hatte. Die meist runden Perlen finden sich in Farben creme – gold - grünweiß - bis grau. Schwarze, aber meist auch graue Perlen sind gefärbt. Die teuerste Perlfarbe ist weiß-rosé. Die runde Form ist durch das Einoperieren von Perlmuttkugeln praktisch vorgegeben. Akoya - Zuchtperlen werden in Größen bis zu 9 mm Durchmesser gezüchtet, wobei Perlen in der Größe von 9 mm sehr schwierig zu züchten sind und daher sind sie sehr selten und auch entsprechend teuer. Aber nicht nur die Größe allein bestimmen den Wert einer Perle, sondern das Zusammenspiel von Größe, Farbe, Glanz und Dicke des Lüsters.

Südsee:

Sie ist eine der teuersten aller Zuchtperlen, sie entsteht in der silberlippigen Perlauster. Sie wird in Südseegewässern, schwerpunktmäßig an der Nordküste Australiens gezüchtet. Ihre Farbe ist ist meist silbergrau, kann jedoch auch rosé, gold, grau bis dunkel grau -schwarz vorkommen. Sie wird meist in Größen über 10 mm gezüchtet. Aus diesem Grund sind die Preise so hoch, dass sie meist als Einzelperlen verarbeitet werden.

Keshi :

Keshi - Perlen sind kernlose Salzwasserzuchtperlen, die in japanischen Gewässern in der Akoya-Auster und in der Südsee in der silberlippigen Auster entstehen. Die unregelmäßigen, teils bizarren Formen kommen ebenso wie die ihr verwandten Akoya - bzw. Südsee - Perlen in den zarten Naturfarben grau, weiß, rosé und gold vor. Sie sind Zufallsprodukte der Natur, denn wenn die eingepflanzten Perlmuttkerne von der Auster ab und zu ausgestoßen werden und die zurückgebliebenen Teilchen umsponnen werden, sind der Entwicklung von Perlformen vielfältiger Phantasie keine Grenzen gesetzt.

 

 

 

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